Jo van Nelsen

 

 

Foto: Christopher Rückert

Solang nicht die Hose am Kronleuchter hängt…!

Schlager & Kabarett der 1920er Jahre

 

Das langerwartete neue Gesangsprogramm von Chansonnier Jo van Nelsen! Die Musik der 20er Jahre hat es ihm schon in seiner Jugend angetan und war in vielen seiner Musikkabarettprogramme vertreten. Nun widmet sich Jo ausschließlich diesen Glanzstücken der Unterhaltungskunst und seiner Interpreten und Komponisten (wie Claire Waldoff, Willy Rosen, Friedrich Hollaender, Mischa Spoliansky, Rudolf Nelson, uva.) und präsentiert die witzigsten, frivolsten und absurdesten Schlager und Chansons der Jahre 1919-1933 in furiosen 90 Minuten, am Klavier virtuos begleitet von Pianist Bernd Schmidt. Neben den großen Hits dieser Zeit wie „Was macht der Maier am Himalaya“ oder „Ich steh mit Ruth gut“ werden viele Lieder präsentiert, die von raren Schellackplatten rekonstruiert und bislang nur selten aufgeführt wurden. Garniert wird das Ganze mit Texten der großen Kabarettautoren wie z.B. Kurt Tucholsky und seinem Gedicht „Europa“ (1932) , das aktueller denn je ist:

Da liegt Europa. Wie sieht es aus?
Wie ein bunt angestrichnes Irrenhaus.
Wir?
Zollhaus, Grenzpfahl und Einfuhrschein:
wir lassen nicht das geringste herein.

Fahnen und Hymnen an allen Ecken.
Europa? Europa soll doch verrecken!
Und wenn alles der Pleite entgegentreibt:
Daß nur die Nation erhalten bleibt!

Werfen Sie mit Jo van Nelsen einen Blick in die Berliner Kabaretts und Revuetheater und die Hinterhöfe der Weimarer Republik. Ein musikalischer Par-force-Ritt mit 41 Liedern in 90 Minuten – so schnell wie die Zeit, über die dieser Abend berichtet und die der unseren so erschreckend ähnelt.

Ein Abend der Lust macht auf gute Reime, brillante Musik, alte und aktuelle Geschichte(n) und – das Leben!

Dieser Mann ist ein Glücksfall – für das deutsche Chanson, für die Bühne und für das Publikum. (Nordsee Zeitung)

Schmelz wie Zartbitterschokolade mit Opium gefüllt, das sind die Attribute die an seiner Stimme kleben wie dunkles Karamelbonbon. (Neue Presse Hannover)

Dass Musik nicht nur ein akustisches, sondern auch ein optisches Erlebnis sein kann, beweist Jo van Nelsen. Dieser Mann versteht es einfach, Worte in Mimik und Gestik umzusetzen. (Taunus Zeitung)

Wenn künstlerische Eigenwilligkeit und Originalität auf beschwingtes, temporeiches Entertainment treffen, ist Jo van Nelsen nicht weit. (…) immer authentisch und nah am Publikum, dem er mit Selbstironie und Verve begegnet. (Wetterauer Zeitung)

http://jovannelsen.de/